Corona-Virus

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Um der Ausbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken wurde ein zunächst fünfwöchiges Betretungsverbot für Kinder in Kindertagesseinrichtungen verhängt.

Fünf Wochen ohne Kinder, ohne Eltern, ohne Kontakte, ohne unsere Arbeit, ohne unsere Passion…

 

Um in dieser Zeit wenigstens ein bisschen miteinander verbunden zu bleiben, haben wir Erzieher per Mail Briefe und Texte an die Familien verschickt. Einen Brief möchten wir hier veröffentlichen.  Er hat viele Familien berührt, ein wenig getröstet und ihnen eine kleine Freude bereitet.

 

„Die Arbeit, die wir Erzieher im Moment täglich – ohne Kinder, ohne Eltern -  tun, ist nur ein Teil des sonstigen Ganzen.

Wir arbeiten teilweise und nach Möglichkeit abwechselnd von zuhause aus, um gesund zu bleiben.

Dokumentieren, Vor-und Nachbereitungen treffen, konzeptionell an einem Thema arbeiten, Elterngespräche vorbereiten, aufräumen und sortieren, Spielzeug waschen, Dinge reparieren, den Keller aufräumen, im Garten arbeiten, u.v.a. nehmen nun Raum und Zeit ein, sonst geschieht das unauffällig und nebenbei.

Unsere „Hauptarbeit“, nämlich die mit den Kindern und Familien, können wir leider im Moment nicht tun.

Wir vermissen sie sehr, unsere Kinder! Wir vermissen die Gespräche mit ihnen, ihre Ideen und Gedanken, ihre Stimmen und Fragen. Wir vermissen das Lachen und die kleinen Konflikte, wir vermissen ihre Anregungen und ihre Neugierde, die Arbeit mit ihnen an unserem Thema.

Und wir vermissen die tägliche Begegnung und den Austausch mit den Eltern.

 

Eine der letzten gemeinsamen Aktionen vor dem Betretungsverbot ist in den letzten Wochen sehr präsent, da sie sehr treffend und berührend in dieser Zeit ist:

Wir haben die Geschichte der „Arche Noah“ als Rollenspiel geübt und gespielt. Kinder haben sich die Umsetzung und den Text selbst erarbeitet und ausgedacht, dann der restlichen Gruppe vorgeführt.

Die Tiere müssten viele lange Tage eng beieinander auf der Arche ausharren. Das Kind, das den Noah gespielt hat, hat sich zu jedem der Tiere auf der Arche hinabgebeugt, für jedes Tier ein freundliches Wort gehabt und jedem tröstend zugeflüstert „….es ist bald vorbei! Es ist bald vorbei!“

„Es ist bald vorbei!“ – das hoffen wir alle ganz fest!“

 

Wir grüßen Kinder und Eltern nochmals herzlich und wünschen ihnen sowie allen Lesern alles Gute und viel Gesundheit!

 

Team der KiTa „Das Spatzennest“

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